«Er ist mein Liebling», sagt Nadja Ziehe und klopft liebevoll auf die Motorhaube ihres VW-Käfers. Das marsrote Gefährt mit Baujahr 1978 ist nur einer von mehreren Hundert Oldtimern, die am Wochenende vom 17. und 18. August 2019 in Langenbruck zum Oldtimer-Treffen angerollt sind.

Zum 17. Mal sind die Fans alter Autos dem Ruf des Vereins Altes Blech in die höchstgelegene Gemeinde des Baselbiets gefolgt. Dabei gab es für jeden etwas zu sehen, zu hören und zu staunen.

Ganz egal, ob Käfer oder Porsche, die Oldtimer-Besitzer haben ihre Karossen für diesen Tag besonders herausgeputzt. Und als wären die Oldtimer nicht schon aufsehenerregend genug, haben viele Fahrer ihre Schätze liebevoll mit kleinen Details verschönert – so ziert die Göttin der Geschwindigkeit als Kühlerfigur die eine Motorhaube. Auf einer anderen greift ein Skelett nach dem VW-Emblem.

Im Minutentakt rollt ein neuer Blickfang heran. Vom edlen Maybach aus der Vorkriegszeit über den protzigen Cadillac und den stolzen Ferrari bis zum frechen Opel findet sich alles ein. Und so verschieden wie die Fahrzeuge sind auch ihre Besitzer: Jung, Alt, Frau, Mann, alleine oder gleich die ganze Familie samt Hund steigt aus den Oldtimern aus.

«Ich denke, genau diese Diversität schätzen die Besucher des Treffens», sagt Alexander Zwahlen, Präsident des Vereins Altes Blech. Es gehe darum, neue Leute kennenzulernen und sich auszutauschen, sagt auch Nadja Ziehe, die ebenfalls Mitglied des Vereins ist. Sie komme so immer wieder mit anderen Käfer-Fahrern in Kontakt und lerne interessante Leute kennen.

Doch nicht nur Autofans sind an diesem Wochenende in Langenbruck anzutreffen. Auch alte Traktoren und Motorräder bekommen ihren Platz – und nicht weniger Anerkennung als die anderen betagten Vehikel.


Dieser Beitrag wurde am 20. August 2019 in der «Volksstimme» veröffentlicht.


 

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